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In letzter Zeit wurde der erste Batch des Wutach Gin auf unterschiedlichen Seiten getestet. Ich hatte nun die Chance den verbesserten, zweiten Batch zu testen und stelle ihn euch heute vor.

Harte Fakten: Wutach Gin

Name: Wutach Gin
Art: London Dry Gin
Destillateur: Indlekofer Edeldestillerie
Herkunft: Deutschland, Wutöschingen
Alkoholgehalt: 43%
Inhalt: 0,5 l

Design

Der Wutach London Dry Gin ist in einer weiß-mattierten Glasflasche abgefüllt. Sie fasst 0,5 l des mit 34% abgefüllten Wacholdergeistes. Möglicherweise deutet die Mattierung schon auf eine besondere Zutat hin – dazu findet ihr bei „Interessantes“ mehr! Er ist mit einem schwarzen Schraubverschluss und dunkelgrauem Siegel verschlossen. Das Etikett ist recht schlicht, aber trotzdem hochwertig. Auf leicht strukturiertem Papier findet sich der Name, dessen Buchstaben mit verschnörkelten Linien verziert sind. Dieser und weitere Informationen sind in einem weißen Feld abgebildet, welches passend zum Siegel ebenfalls in Dunkelgrau mit goldenem Rand eingefasst ist.

Herstellung

Das Wutachtal im Südschwarzwald ist Namensgeber für diesen Gin. Heimatverbundenheit und Regionalität wird bei der Indlekofer Edeldestillerie großgeschrieben. So stammt der Gin zu 100 % aus eigener Herstellung und wird nur in kleinen Batches gebrannt. Die 65-jährige Brennerfahrung sichert dabei eine möglichst schonende Verarbeitung der Zutaten in Bio-Qualität. Letztlich wird der Wutach Gin mit feinem Quellwasser aus dem Schwarzwald auf seine Trinkstärke herabgesetzt.

Wichtig

Das Rezept für den Wutach Gin wurde über lange Zeit von Brenner Marco ausgetüftelt. Aufgrund von Lieferschwierigkeiten des Sternanises, musste für den ersten großen Batch auf Ware eines anderen Händlers zurückgegriffen werden. Schlussendlich schmeckte der Wutach Gin viel zu stark nach dem Sternanisaroma und unterdrückte leider die weiteren Zutaten.
Marco passte sofort das Rezept an die Intensität der neuen Ware an und brannte für seine Kunden – und glücklicherweise auch für mich – seinen zweiten Batch des Wutach Gins, den ich im Folgenden für euch beschreibe.

Nosing

Beim ersten Hineinriechen ins Glas erfasse ich intensiv würzige Aromen, die von einer feinen Wacholdernote begleitet werden. Dicht darauf folgend, ist eine dezente Zitrusnote zu erhaschen. Außerdem kitzelt eine angenehme Schärfe von Zimt die Nase. Von alkoholischer Schärfe ist hingegen nichts zu spüren.

Tasting

Am Gaumen bestätigt sich der erste Eindruck. Den Geschmack dominiert vorerst die würzige Note; diese schwingt jedoch schnell auf eine schön bittere Wacholdernote um. Erst nach einigen Sekunden klingt sie ab und eine dezente Zimtschärfe bleibt auf der Zunge liegen. Der Gin erzeugt einen trockenen und bitteren Geschmack, der durch leichte Anklänge von Zitrus begleitet wird. Sternanis ist zwar weiterhin zu erkennen, aber keineswegs so überdosiert, wie es im ersten Batch der Fall war.

Von den insgesamt 19 Zutaten geben die Macher Wacholder, Lavendel, Zitrusfrüchte, Kubebenpfeffer und Zimt preis. Alle weiteren bleiben das Geheimnis des Brenners.

Trinkempfehlung für den Wutach Gin

Pur ist der Wutach London Dry Gin für jeden, der trockene Gins mag, durchaus gut zu genießen.

Im Gin Tonic mit Indian Tonic von Fever Tree bleibt der Eigengeschmack des Gins erhalten, wodurch ein würziges und trockenes Getränk entsteht. Die leichte Süße umspielt die Aromen und unterstützt sie. Ein trockeneres Tonic würde ich hier jedoch nicht empfehlen.

Das Mediterranean Tonic von Fever Tree fügt dem Gin Kräuterakzente hinzu und nimmt ihm die trockene Note. Leider werden dabei auch die feinen Zitrusnoten reduziert. Diese Kombination passt zwar auch, jedoch gefällt mir der Wutach mit Indian Tonic besser.

Interessantes

Ich hatte es nach dem Tasting des puren Gins bereits erwartet: Beim Mischen wird der GT leicht milchig trüb. Dies liegt am höheren Anteil der ätherischen Öle des Sternanis. Das darin enthaltene Anethol löst sich in Alkohol, jedoch nicht in Wasser bzw. dem Tonic Water. Der sogenannte Louche-Effekt ist den meisten wohl von Ouzo, Raki oder Sambuca bekannt.

Zusamenfassung

  • London Dry Gin
  • Aus dem Südschwarzwald
  • Würze und Wacholder dominieren
  • Louche-Effekt mit Tonic Water

Bewertung des Wutach London Dry Gin

Der Wutach London Dry Gin ist handwerklich sauber hergestellt. Der ausgeprägte trockene Geschmack gefällt Liebhabern von klassischen Gins sicher sehr gut. Wer den Geschmack von Anis gar nicht leiden kann, findet hier wohl nicht seinen Favoriten.

Mit 29 € für die 0,5l-Flasche siedelt sich der Gin im unteren Mittelfeld des aktuellen Marktes an. Somit kann ich für Liebhaber des Anisgeschmacks eine klare Empfehlung aussprechen.

Geschmack: 8,5/10
Preis/Leistung: 8,5/10
Gesamt: 8,5/10

Jetzt den Wutach Gin kaufen!

Hat mein Testbericht Dir Lust auf mehr gemacht? Dann sichere Dir jetzt Deine Flasche des Wutach London Dry Gin! Glücklicherweise findest Du diesen direkt hier auf Gins.de. Folge einfach dem nun folgenden Link und begrüße den leckeren Anis-Gin schon bald in Deiner Sammlung!

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Text: Johannes Hormuth
Bilder: Marie Kosiahn